JLVK 2025 in Osterburg – Schleswig-Holsteiner zwischen Jubel und Fehlstempel
von Marit und Manuela Burkhardt
Der JLVK ist für uns junge Orientierungsläufer jedes Jahr ein ganz besonderes Erlebnis. Nirgendwo sonst trifft man so viele Kinder und Jugendliche, die denselben Sport lieben. Dieses Jahr fand der JLVK in Osterburg statt – und wir Schleswig-Holsteiner waren natürlich dabei.
Zusammen mit den Lübeckern machten wir uns auf den Weg nach Sachsen-Anhalt. In der Grundschule von Osterburg richteten wir unser „Nachtlager“ ein – fast wie auf Klassenfahrt. Und schon am Freitagabend gab es für uns die Möglichkeit, sich beim Tankstellen – OL auf dem Schulhof warmzulaufen.



Am Samstag wurde es für alle ernst: Der Einzellauf stand an. Uns erwartete ein abwechslungsreicher Nadel- und Mischwald. Das flache Gelände hatte gut erkenn- und belaufbare Wege. Außerhalb der Wege sah das anders aus. Bennnesseln und Farne versperrten an einigen Stellen den kürzesten Weg. Immerhin gab es wenige Brombeeren. Ungewohnt war die hohe Zahl der ausgewiesene Sperrgebiete im Laufgebiet.
Wie schon in den Jahren zuvor waren die Sachen besonders stark – sie gewannen in fast allen Wertungskategorien. Zwar sind wir Schleswig-Holsteiner nicht so viele wie in den großen Teams aus Sachsen oder anderen Bundesländern, aber hier gilt: klein, aber fein! Mit zwei Podestplätzen haben wir das eindrucksvoll bewiesen. So erreichte Marit Burkhardt in der Kategorie D10 den ersten Platz und Annika Stamer in der Kategorie D20 den dritten Platz. Doch auch alle anderen erzielten tolle Ergebnisse und sammelten wichtige Punkte für unser Team.
Im Anschluss an den Einzellauf fand der Betreuerlauf statt. Ein weiteres Highlight des JLVK und lautstark unterstützt von uns Kindern und Jugendlichen. Manche Betreuer nahmen den Lauf deutlich lockerer als wir unseren. Einige machten sich in rosa Kostüm und auf einem Steckenpferd auf den Weg in den Wald. Schnell war das nicht, aber auf jeden Fall lustig anzusehen. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Siegerehrung am Abend. Diesmal waren wir gut vorbereitet. Den Nachmittag nutzten wir, um für jeden ein Schleswig-Holstein-T-Shirt zu bemalen und schon lange vorher haben wir unseren JLVK-Song geschrieben – eine kleine Hymne auf den JLVK in Osterburg. Doch auch die anderen Bundesländer haben sich wieder viele Gedanken gemacht und boten ein buntes Programm. Besonders erwähnenswert ist die Hochzeit zwischen den Landesverbänden Schwaben und Baden – jetzt der Landesverband Baden-Württemberg. Die Bühne wurde zur Hochzeitskulisse und wir alle feierten gerne mit.



Aber so, wie die Abendveranstaltung zum JLVK gehört, so gehört auch die Staffel am Sonntag dazu. Knapp 150 Staffeln nahmen diesmal teil. Die erfolgreichste Staffel war unsere H14-Staffel mit Michel Storm, Hanno Ciba und Raika Harlaß, die nur wenige Sekunden am dritten Platz vorbeiliefen. Aber auch der Fehlstempel lief mit. Diesmal haben wir uns gleich zwei geleistet. Immerhin in derselben Staffel. Ärgerlich, aber auch das gehört zum Orientierungslauf. Dennoch konnten wir insgesamt mit unseren Läufen zufrieden sein. Ein großes Lob geht an den Ausrichter. Alles war super organisiert, die Stimmung großartig und wir hatten eine Menge Spaß.



Bleibt noch die wichtige Frage der Gesamtwertung. Die Sachsen waren – wie schon erwähnt – unschlagbar vorn. Und wir Schleswig-Holsteiner haben es erneut auf den 12. Platz mit 101 Punkten und damit den vorletzten Platz gebracht. Vielleicht sollten wir über eine Hochzeit mit Niedersachsen nachdenken? Aber wir waren auch ohne Hochzeit den Westfalen dicht auf den Fersen.
Internationale Einsätze für SHTV-Orientierungsläufer
Schleswig-Holstein ist mit Annika Stamer, Anton Silier und Konrad Stamer alle Preetzer TSV in diesem Jahr im Nationalkader Orientierungslauf des Deutschen Turnerbundes vertreten. Annika im Nachwuchskader, Anton und Konrad im Elite-Kader. Alle drei konnten sich in diesem Jahr auch für internationale Meisterschaften qualifizieren.
Annika qualifizierte sich für die Juniorenweltmeisterschaft (JWOC) vom 26. Juni bis 4. Juli in Trentino (Italien) https://www.jwoc2025.it/en/competition/. Sie war Teil des 4 köpfigen deutschen Damen-Teams und überzeugte vor allem in den Waldwettkämpfen.
Auf der Langstrecke kam sie beim Sieg der Schwedin Freja Hjerne auf Platz 60 von ca. 160 Starterinnen. Noch besser lief es über die Mitteldistanz. Mit Platz 45 wurde sie zweitbeste Deutsche. Hier gewann die Tschechin Viktorie Skachova. Die beiden guten Läufe reichten leider nicht für einen Einsatz in der Deutschen Damen-Staffel. Zusammen mit zwei israelischen Läuferinnen kam sie daher in einem Mixed-Team als Startläuferin zum Einsatz und übergab knapp 3 Minuten hinter den späteren Siegerinnen aus der Schweiz und fast 6 Min. vor der Startläuferin aus dem deutschen Team. Wie auch im letzten Jahr bei der EYOC gelang ihr auch in diesem Jahr in der Staffel ihr bester Lauf in Italien. Nach den guten Resultaten hat Annika ihre nächste JWOC im Visier, die im kommenden Jahr in Karlskrona / Schweden stattfindet.


Anton qualifizierte sich für die Elite-Weltmeisterschaft (WOC) vom 07. bis 12 Juli in Kuopio / Finnland für das Deutsche Team. Da es für Deutschland bei den Damen und Herren nur jeweils 2 bzw. 3 Startplätze gibt, ist diese Leistung besonders hoch einzustufen. Über die Langstrecke gab es zwei Startplätze und über die Mitteldistanz 3 Startplätze. Ebenso waren Deutsche Staffeln bei den Damen und bei den Herren qualifiziert. Anton kam leider nicht zum Einsatz, konnte seine Teamkollegen Ole Henseler (MTV Seesen), Bojan Blumenstein (OSC Kassel) und Konstantin Kunkel (USV TU Dresden) aber tatkräftig unterstützen.
Sieger über die Langstecke waren Kaspar Harlem Fosser (Norwegen) und Simona Aebersold (Schweiz) , über die Mitteldistanz siegte Eirik Langedal Breivik (Norwegen) und Tove Alexanderson (Schweden). Die Staffeln entschieden Norwegen bei den Herren und die Schweden bei den Damen für sich. Die Deutschen Teams kamen sowohl bei den Damen als auch bei den Herren auf Platz 14.
https://www.woc2025.fi/
Für Konrad geht es Ende August zu den Europameisterschaft (EOC) nach Belgien. Die Wettkämpfe finden vom 27. bis 31. August im Hasselt bei Antwerpen statt. Nachdem die Weltmeisterschaften in diesem Jahr im Wald stattgefunden haben, werden die Europameisterschaften im Sprint ausgetragen.
Es finden Wettbewerbe im Sprint-Relay, Knock-out Sprint und Einzel-Sprint statt. Konrad ist im Knock-out Sprint und im Einzelwettbewerb am Start. Für ihn wäre es nach längerer Verletzungspause bereits ein Erfolg die Qualifikation zu überstehen und die Finals mitlaufen zu können. Für das Relay-Team, welches mit zwei Damen und zwei Herren als Mixedwettbewerb ausgerichtet wird, ist er leider nicht qualifiziert
https://eoc2025.be/
Holsteiner OL-Wochende mit LM Sprint
Bereits zum dritten Mal nach 2023 veranstaltete die OL-Gruppe des Preetzer TSV das Holsteiner OL-Wochenende. Am 12. und 13. Juli wurden drei Wettkämpfe in Lütjenburg und in Nienthal am Strezerberg ausgerichtet.
Der Samstag stand ganz im Zeichen des Sprint-OL. Los ging es mit der LM-Sprint die gleichzeitig Wertungslauf zur Deutschen Parktour (DPT) war. Gelaufen wurde in der Lütjenburger Innenstadt. Es galt in der Innenstadt die richtigen Routenwahlentscheidungen zu treffen und keine Umwege zu laufen. Erschwert wurde es den Läufer*innen durch den Wochenmarkt mit vielen Besuchern und viel Verkehr auf den Straßen.
Insgesamt konnten 7 Landesmeistertitel vergeben werden. 5 Titel davon erliefen die Oler des Preetzer TSV. Herzlichen Glückwunsch den neuen Landesmeistern 2025:
D14 Raika Harlaß, Preetzer TSV
D19 Annika Stamer, Preetzer TSV
H12 Jan Oke Johanßon, Preetzer TSV
H16 Junes Harlaß, Preetzer TSV
H19 Konrad Stamer, Preetzer TSV
H45 Sebastian Barcok, TSV Neustadt
H55 Christian Nolte, TSV Nusse

von links: Junes, Christian N., Raika, Sebastian, Annika, Oke, Konrad, Christian S. (Gesamtleiter)
Am Nachmittag ging es mit einer Sprintstaffel am Schulzentrum und ehemaligen Kaserengelände weiter. Die Kategorien DH16T und DH19T waren gemischte Teams, die mit weiblichen und männlichen Läufer*innen gelaufen werden mussten. Sie hatte vier kurze Staffelrunden. Außerdem gab es mit OffenT eine offene Kategorie, für die es keine Vorgaben hinsichtlich der Besetzung gab. Insgesamt waren 14 Staffeln in den drei Kategorien am Start. Einmal mehr stetzten sich die Team des Preetzer TSV durch:
DH16T
1. Preetzer TSV 1 mit Solveig Burkhardt, Junes Harlaß
DH19T
1. Preetzer TSV 1 mit Annika Stamer, Tim Gerke
OffenT
1. Preetzer TSV mit Rolf Wüstenhagen, Daniel Schilling



Als Wettkampfzentrum konnten wir das Schulzentrum nutzen und in der Pause zwischen den Läufen konnte sich am Kaffee- und Kuchenstand gestärkt werden. Ein besonderes Highlight war die Lifeübertragung des WM-Staffelwetbewerbes aus Kuopio/ Finnland. Viele Oler versammelten sich in der Pause vor dem Bildschirm und verfolgten den Sieg der Schwedinnen und der Norweger.
Abgeschlossen wurde das OL-Wochenende mit einem Lang-OL am Strezerberg. Die Strecken waren auf Grund der steilen Anstiege herausvordernd. Dies führte in einigen Laufklassen zu langen Laufzeiten. Direkt am Wkz war das Eiszeitmuseum welches von einigen Olern nach dem Lauf besichtigt wurde werden. In der Eiszeitwerkstatt konnte Bernsteine geschliffen und Fossilien geschliffen werden was unsere OL-Kindergruppe augiebig bis zur Siegerehrung nutzte.
In den beiden Hauptklassen gab es Favoritensiege. So setzten sich Annika Stamer in D19 und Konrad Stamer in H19 durch. In den Altersklassen war H55 besonders stark besetzt. Es gewann der mehrfache Deutsche Meister Michael Finkenstedt (OSC Hamburg) vor Rolf Wüstenhagen (Gundelfinger Turnerschaft), ebenfalls mehrfacher Deutscher Meister.



Mit ca. 50 Teilnehmern am Samstag und ca. 60 am Sonntag hätten wir uns gerne ein paar mehr Teilnehmer gewünscht. Vielleicht beim nächsten Mal, denn wir haben vor das OL-Wochenende in einem Zwei-Jahres-Rythmus im OL-Kalender zu etablieren. Vielleicht spricht sich in OL-Deutschland auch herum, dass OL in der Nähe der Ostsee ein besonderes Erlebnis ist.
Ergebnisse und Fotos auf der Webseite des Pretzer TSV
Christian Stamer, Preetzer TSV
Hamburg-OL 2025 mit vier Etappen in Hamburg
Zum 15. Mal trafen sich am letzten Juni-Wochenende Aktive aus dem gesamten Norden, um bei den drei Veranstaltungen des Hamburg-OL an den Start zu gehen. Zum 10. Mal waren der OSC Hamburg und SC Klecken Co-Ausrichter. Die Teilnehmerzahlen pendeln sich inzwischen jedes Jahr bei rund 200 Aktiven ein. Leider waren die Schleswig-Holsteiner in diesem Jahr kaum vertreten. Neu war, dass alle Etappen im Bundesland Hamburg stattfanden.
Das Wochenende begann mit einem Prolog rund um den Öjendorfer See im Osten Hamburgs. Die beiden Sprint-OL-Etappen wurden auf einem neuen Gelände in Volksdorf ausgetragen. Besonders bei der zweiten Etappe erforderten die Details im Museumsdorf erhöhte Aufmerksamkeit. So musste ein großes Kaltblutpferd, das in aller Ruhe vor einem Scheuneneingang stand, mehrfach umrundet werden. Beim Mitteldistanzlauf am Sonntag im Harburger Stadtpark wurde der für die Mitteldistanz ungewohnte Maßstab 1:4.000 bzw. 1:3.000 verwendet, um die vielen Details und Treppen gut darstellen zu können. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase konnten aber fast alle Teilnehmer von einem guten Lauf mit abwechslungsreichen Orientierungsaufgaben berichten. Birte Friedrichs, MTV Seesen, sowie Clemens Sundy Öxnevad, NTNUI aus Norwegen liefen an beiden Tagen Bahnen in D19L und H19L die schnellsten Zeiten. Im Sprint-OL überzeugte Konrad Stamer mit Platz 2 in H19L. Ann-Kathrin Brandt und Ieva Grahl (alle Preetzer TSV) dominierten in der D35 mit den Plätzen 2 und 3 im Sprint-OL und den Plätzen 1 und 2 über die Mitteldistanz.
Alle Ergebnisse sowie die Karten und Bahnen sind hier zu finden:
https://www.hamburg-ol.de/de/ergebnisse
https://www.hamburg-ol.de/de/fotos
Nachruf auf unseren Rudi Taurit
Liebe OL-Gemeinde!
Am 23.05.2025 ist unser lieber Orientierungsläufer Rudi nach kurzer und schwerer Krebserkrankung verstorben, wenig nach seiner geliebten Frau Li.
Wir wünschen der Familie Kraft und wollen das über 90 Jahre währende Leben dieses verdienten Mannes, nicht nur im Bereich OL, sondern auch in vielen Ebenen von seiner Fachhochschule bis zum Roten Kreuz, würdigen.
Rudi gehört zu Lübecks Pionieren im Lübecker OL auf einer Ebene mit den Persönlichkeiten der Stadt Wolfram Köster, Horst Heyder und Horst Mevius. Dabei ist er seinem eigenen Verein Phönix Lübeck immer treu geblieben auch fast als Einzelkämpfer seiner OL-Sparte. Aus Tradition hatte er immer im Mai einen OL in „seinem“ Wald, dem Hundebusch von SALEM zelebriert. Diesen Lauf hatte er immer veranstaltet um dem OL etwas zurückzugeben, um DANKE zu sagen für Läufe, die er bei anderen Gelegenheiten mitgemacht hatte. Immer in voller Bescheidenheit und mit Herzensgüte. Die OL-Tradition in SALEM wurde 2022 an den TSV Nusse weitergegeben (siehe Foto).
Rudi hat dem OL nicht nur seinen Geist hinterlassen sondern auch 3 Söhne, von denen wir zumindest einen – den Matthias – immer mal wieder beim OL in Schleswig-Holstein antreffen.
Ich wünsche den „Taurites“ viel Kraft Wir werden unseren klugen und bescheidenen Rudi nicht vergessen.
In stillem Gedenken
Björn



Deutsche Meisterschaften Mittel-OL in Schönholz/ Brandenburg
Am 31.05. hat in der Nähe, wo SED-Bonzen ihr Jagdrevier hatten, unsere DM im Mittel-OL stattgefunden. Das Gelände erinnerte an Schweden nur ohne Steine mit Höhenlinienformationen im Bodenbewuchs, bei denen man auch leicht den Überblick verlieren konnte.
Hier gelang es Marika CIBA (Lübecker Turnerschaft) ihre erste Deutsche Meisterschaft in der für sie frischen Klasse D40 mit 11 Sekunden Vorsprung zu erringen. Diesen Vorsprung eroberte sie sich keineswegs im Zielsprint sondern mit einer weitgehend konzentrierten Leistung im Gelände mit nur kleinen Fehlern vor Myrea RICHTER (Landesfachwartin aus Sachsen). Herzlichen Glückwunsch!
Auch weiteren Teilnehmern aus Schleswig-Holstein gelang ein beachtliches Ergebnis. Ann-Kathrin BRANDT vom Preetzer TSV eroberte Platz 2 in der D35-Kategorie mit 2 min Rückstand auf die 1. aus Berlin aber immerhin 7 min Vorsprung auf Platz 3.
Im Familienunternehmen STAMER sorgte Beate ebenfalls vom Preetzer TSV für die Bronzemedaille in einem viel engeren Feld, im übrigen nur 29 sec vor ihrer Schwägerin vom MTK Bad Harzburg.
Bei den Herren verzeichneten wir weniger Auffälligkeiten. Bestes Ergebnis erbrachte hier SH-Jugendfachwart Christian STAMER mit einem Platz 14 in der H55.
Der Bundesranglistenlauf im selben Gelände einen Tag später rundete das gelungene Sport-Wochenende ab. Einige nutzen die Gelegenheit zu Revanche. Und frischgebackene Deutsche Meisterinnen ließen sich zu Fehlstempeln und somit zur Disqualifikation hinreißen. Andere Damen zum Beispiel Ieva GRAHL (Preetzer TSV) in der D40 liefen an dem Tag einen starken bundesweiten 2. Platz nach Myrea, die sich den Bundesranglistensieg nach dem 2. in der Meisterschaft vom Vortag holte.

Holsteiner OL-Wochenende 12. und 13.Juli in Lütjenburg und am Strezerberg
In diesem Jahr findet das Holsteiner OL-Wochenende als Sommer-OL in Lütjenburg und am Strezerberg statt. So bietet es sich an einen Kurzurlaub an der Ostsee mit OL zu verbinden.
Am Samstag wird gesprintet und es finden gleich zwei Wettkämpfe in Lütjenburg statt. Los geht es mit Schleswig-Holsteinischen Landesmeisterschaften im Sprint zugleich Wertungslauf zur Deutschen Parktour 2025. Am Nachmittag gibt es dann die Gelegenheit eine Sprintstaffel zu laufen. Eine Läuferbörse ist eingerichtet.
Am Sonntag sind wir bereits zum 5ten Mal am Strezerberg zu Gast. Start und Ziel sind in diesem Jahr wieder in Nienthal am Eiszeitmuseum. Es gibt auch ein Übernachtungsangebot mit Camping in Zelten auf dem Sportplatzgelände des TSV Lütjenburg.
Das Progamm in der Übersicht:
12.07. ab 12 Uhr: DPT + LM Sprint Lütjenburg
12.07. ab 16 Uhr: Sprintstaffel Lütjenburg
13.07. ab 10 Uhr Lang-OL Strezerberg
Übernachtung: Camping in Zelten auf Sportplatzgelände des TSV Lütjenburg oder Wohnmobilstellplatz der Stadt Lütjenburg.
Anmeldungen sind im O-Manager bis So. 06.07.2025 möglich.
Die Einladung steht auf der Webseite des Preetzer TSV zum Download bereit.
Einladung als pdf
Christian Stamer, Preetzer TSV
Landesmeisterschaften SHTV am 11.05.2025
Landesmeisterschaften am Muttertag im Salemer Forst
Die diesjährigen Landesmeisterschaften in der Lang-Distanz mussten bereits im Mai ausgetragen werden, da wir nur die ersten Maiwochenenden zur Ausrichtung eines Orientierungslaufes genehmigt bekommen.
Positiv ist die Tatsache, dass wir in dem Wald willkommen sind und der Förster gesagt haben soll: „Endlich findet einmal etwas in dem Wald statt“ ….
Nachteilig, dass sich der Wald zw. abschließender Kartenkorrektur (Ende März) und der Austragung des Laufes durch die warmen Tage im April von der Vegetation her noch erheblich verändert. Das ist bekannt, aber wie sich diese Veränderungen dann in der Realität ausprägen ist nicht immer voraussehbar.
So auch in diesem Jahr, da einige Schneisen nur noch schwerlich erkennbar waren. Durch den allgemein dichten Bewuchs ist auch die Sichtbarkeit eingeschränkt und dadurch die Höhenkontouren nur schwer erkennbar. (Die Kartengrundlage ist das digitale Höhenlinienbild vom Digitalen Atlas Nord).
Aus diesem Grund waren alle Strecken altersgerecht gelegt und der Lauf orientierungstechnisch und physisch fordernd – einer Landesmeisterschaft entsprechend.
So fanden sich dann knapp 60 Läufer am Morgen des 11. Mai im Salemer Forst eine, um in 6 Altersklassen ihre Meister/-innen auszulaufen.
Bei strahlendem Sonnenschein – und überraschenderweise keinen oder kaum Mücken und Zecken gingen die ersten Läufer-/innen um 10 Uhr in den Wald.
Nach weiteren ca. 2 ½ Stunden standen dann die Ergebnisse fest und es konnte pünktlich mit der Siegerehrung gestartet werden.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Helfern des TSV Nusse für ihre tatkräftige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Wettkampfes bedanken.
Mein Dank geht auch an des Landesfachwart-OL Björn Hansen, der auch dieses Jahr wieder für kleine Siegerpokale für die Landesmeister gesorgt hat.
Artikel von Christian Nolte
Im Bild von links nach rechts seht ihr die Schleswig-Holsteinischen Landesmeister 2025:
H19 Jan Harlaß, D19 Annika Stamer, D12 Solveig Burkhardt, D45 Beate Stamer, H55 Christian Stamer, H45 Henning Düsterhöft

Ergebnisliste und Zwischenzeiten für den Lauf:









Team TSV Nusse
SHTV Trainingslager in Dänemark mit Påskeløb
von Hanno Ciba
In diesem Jahr fand das Trainingslager des Jugendkaders Schleswig-Holsteins vom 12. bis 19. April 2025 nahe Billund in Dänemark statt. In der bevorstehenden Woche standen einige Trainingseinheiten und ein kleinerer Wettkampf bevor, um uns auf den abschließenden, relativ bekannten Påskeløb vorzubereiten. Der jährliche Osterlauf war ein nahezu perfekter Abschluss für das Trainingslager.
Schon am Tag der Anreise wurde für ein Training auf dem Weg zur Unterkunft nahe Sonderborg halt gemacht. Das schöne, gut belaufbare Gelände lag dirket an der malerischen Steilküste und einige von uns hatten das Glück, den Ausblick von dort genießen zu dürfen. Abgesehen davon gab es auch noch einige Hünengräber aus der Bronzezeit im Wald, die nur als Kuppen gekennzeichnet und deshalb von wenigen beachtet wurden. Nach der Trainingseinheit im Wald tobten einige der Jüngeren im Wald herum, auf Baumstämmen und in den Gräben, die sich durch den Großteil des Waldgebiets gezogen hatten. Als schließlich alle ins Ziel gekommen waren, ging die Reise weiter, zu unserer Unterkunft nicht weit von Billund. Dort angekommen waren alle erstaunt, was es dort an Aktivitäten gab: Es gab vier Trampoline, ein riesiges Schach- und Mensch-ärger-dich-nicht-Feld, die auf den Boden gemalt worden waren, zwei kleine Fußballfelder und noch mehr. Das meiste wurde auch fleißig ausgetestet. Es gab auch einige Tiere. Ziegen, Schweine und Katzen. Letztere trafen bei den Teilnehmern des Trainingslagers besonders auf viel Zuneigung. Doch erstmal war Auspacken angesagt. Nachdem aber alles ausgepackt war, gab es erstmal Abendbrot. Es wurde noch Werwolf gespielt, dann ging es aber auch schon ins Bett, wo die Teilnehmer in freudiger Erwartung auf die folgende Woche einschlummerten.



Am zweiten Tag machten wir uns auf, um an einem größeren dänischen Wettkampf nahe Horsens in den offenen Klassen teilzunehmen. Der Wald war an vielen Stellen voller Gestrüpp und Dickicht. An anderen Stellen war es jedoch auch deutlich offen, überall waren Schneisen, einige Gräben und umgestürzte Bäumen. Kurzgesagt war es ein abwechslungsreiches Gebiet, das mal mehr, mal weniger gut belaufbar war. Raika, Jonte und Hanno belegten in der Kategorie Offen 4 die Platzierungen 1, 2 und 3. Auch Solveig schaffte es auf das Podest, sie wurde 2. in der Offen 5. Allerdings wurden die offenen Klassen nicht geehrt.
Am dritten Tag stand ein Besuch im Legoland an, das in Billund liegt. Natürlich hatten sich alle auf den Besuch des beliebten Freizeitparks gefreut. Als wir ankamen wurden wir von einem Regenschauer überrascht, was aber auch sein Gutes hatte, denn dadurch war es anfangs nicht zu voll. Alle teilten sich auf, die Kleineren wurden von Erwachsenen begleitet, die etwas Größeren konnten (in Gruppen) alleine den Freizeitpark erkunden. Für viele ging es zuerst zur nächstbesten Achterbahn. Von allen Achterbahnen war die rasante Achterbahn mit dem Namen „Polarexpress“ die beliebteste. Auch die riesige Modelllandschaft aus Lego, in der viele Städte wie zum Beispiel Oslo oder Kopenhagen zu sehen waren, wurde besucht. Obwohl wir gegen Mittag wieder von Regen überrascht wurden, konnte das unsere Stimmung nicht trüben und am Ende des wunderschönen Tages kehrten wir zu unserer Unterkunft zurück.
Am nächsten Tag stand ein Training am Schloss Engelsholm an, das heute eine Volkshochschule ist. Ein schönes Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert – ein beeindruckender Anblick. Henning munterte uns zu einem kleinen Aufwärmungsprogramm auf, während die anderen Erwachsenen über unsere Strecken nachdachten. Denn es gab keine festen Strecken, die Posten waren einfach im Wald verteilt und die Trainer setzten sich an die Karten und entwarfen für jeden von uns eine Strecke. Der Wald war gut belaufbar, es gab kaum Dickicht, höchstens einige umgestürzte Bäume. An einer Stelle des Waldes war das Gebiet voller steiler Böschungen und Hügel, was das Laufen erschwerte. Und als alle ins Ziel gekommen waren, gab es eine Runde Kekse. Allerdings nur, wenn man einen Reim zum Thema Orientierungslauf vortrug. Der beste stammte von Nico: „Der Sieg ist klar beim JLVK“.



An Tag fünf ging es für alle nach Horsens. Im Park der Stadt stand erstmal Foto-OL an. Auf einer Karte wurden Postenstandorte gezeigt, es waren ca. 30, die mit Buchstaben gekennzeichnet waren. Auf der Rückseite der Karte waren Fotos abgebildet und die genaue Zuordnung ergab am Ende ein Lösungswort. An jeder Station waren Ostereier versteckt, jede Person oder, falls man in einer Gruppe arbeitete, jede Gruppe durfte sich ein Osterei nehmen, damit genug für alle da waren. Danach fuhren wir weiter zur Uni in Horsens, in der ein Indoor-OL stattfinden sollte. Für viele von uns war es das erste Mal, und die Karte war für manche eine Herausforderung. Doch alle kehrten schließlich zurück, manche belegten sogar ziemlich gute Plätze. Allerdings brauchten manche Erwachsene sehr lange, weshalb einige abbrechen mussten, denn wir mussten ja auch noch rechtzeitig nach Hause.



Der sechste Tag war der erste Påskeløb -Tag. Das Gelände war an einigen Stellen „sehr grün“ und querfeldein schwer belaufbar, es gab aber auch offenes Dünengelände. An einer Stelle wurden einige Leute sogar ziemlich nass, dort musste man einen kleinen, eher flachen See an einer schmalen Stelle durchqueren, wenn man Zeit sparen wollte. Leicht zu erkennen und zum Orientieren hilfreich waren umzäunte Gebiete. Das Gelände war früher eine Inlandsdüne, die nachträglich bewaldet wurde, davon merkte man auch viel beim Laufen. Viele machten anschließend auch beim Kinder-OL mit, bei dem man sich, wenn man die Strecke geschafft hatte, ein kleines Legoset sichern konnte. Am Abend wurde die Person – Erwachsene ausgenommen- mit der schnellsten Zielsprintzeit mit einer Tafel Schokolade geehrt und der Sieg ging an -Trommelwirbel- Jonte!



Auch die zweite Etappe fand auf der ehemaligen Inlandsdüne statt. Das Gelände war meistens gut belaufbar, es zwar immer noch der gleiche Wald, aber ein andere Teil. Und wieder wurden die Füße von ein, zwei Personen nass. Da ein paar von uns am nächsten Tag voraussichtlich einen Jagdstart haben würden, standen sie unter einem besonderen Druck, da sie sich unbedingt qualifizieren wollten. Man durfte an Tag 1 und 2 insgesamt 45 Minuten Rückstand auf den Ersten haben. Auch an diesem Abend wurde der Zielsprint-Sieger geehrt, schon wieder einmal siegte Jonte, wenn auch nur mit einer Sekunde Vorsprung.
Dann kam der letzte Tag, nicht nur für den Wettkampf. Auch das wunderbare Trainingslager würde an diesem Tag enden. Für einige war es heute der erste Jagdstart, die betroffenen Personen waren davor ein kleines bisschen aufgeregt. Das Gelände war ziemlich bergig, steile, hohe Hügel ragten aus dem bewaldeten Boden auf. An einigen Stellen gab es Dickicht, umgestürzte Bäume und Wälle, aber insgesamt war der Wald gut belaufbar. Allerdings begann es, als schon viele auf der Strecke waren, in Strömen zu regnen, viele kamen klatschnass ins Ziel.
In der Gesamtwertung gab es zwei Podestplätze. Sowohl Solveig als auch Marika kamen auf den 2. Platz in ihren Altersklassen. Aber auch ansonsten gab es viele gute Platzierungen bei den Schleswig-Holsteinern. Als dann alle in ihre trockene Klamotten geschlüpft waren, stand die Heimreise an. Zufrieden verabschiedeten sich alle, dann stiegen sie in die Autos und fuhren nach Hause.
Damit ging ein sehr schönes Trainingslager zu Ende. Man kann nur hoffen, dass es sich im nächsten Jahr wiederholen wird. Besonderer Dank gilt den Betreuern und Trainern, da sie dieses wunderbare Trainingslager ermöglicht haben.
Gesamtergebnisse 3-Tage-Lauf:
D10: Marit 8., Thea 10.
D12: Solveig 2., Elisa 5.
D14: Raika 7.
D35: Ann-Kathrin 4.
D40: Marika 2.
D50: Beate 6.
H12: Oke 10.
H14: Hanno 5.
H14B: Ole 4.
H16: Jonte 10.
H16B: Nico 7.
H40: Jan 8.
H45: Henning 9.
H50: Christian 8.
Unsere älteren Jugendlichen Annika und Junes waren zeitgleich zum Trainingslager zusammen mit dem D-Kader Niedersachsen und Thüringen in Tschechien in der Stadt Doksy. Stefan als Betreuer war ebenfalls mit dabei. Anders als in Dänemark gibt es Tschechien statt Innlandsdünen viele Sandsteinfelsen, die das orientieren sehr anspruchvoll machten.
Junes und Annika schlugen sich hervorragend. Annika konnte in D20 den Gesamtsieg gegen zahlreiche schnelle Tschechinnen erlaufen. Junes erlief den 10. Platz in H16.

